Mundhygiene zuhause

Die Mundhygiene zuhause baut auf zwei Pfeiler: Ihre tägliche Zahnpflege und Ihre Ernährungsgewohnheiten.

Beginnend beim ersten Zahn im Säuglingsalter bis zur Reinigung der eigenen Zähne oder des Zahnersatzes im hohen Alter – Sie sollten Ihre Zähne täglich morgens und abends putzen.

Dabei gilt es zu beachten, mit der richtigen Technik und zum richtigen Zeitpunkt – nämlich nach den Mahlzeiten – zu putzen. Das gilt auch für das Frühstück! Es sollte aber ein Abstand von ca. 30 Minuten zur jeweiligen Mahlzeit eingehalten werden, um nicht im sauren Milieu, das sich nach der Nahrungsaufnahme einstellt, zu putzen und dadurch zu viel Substanz herauszulösen.

Sie sollten nicht zu viel Druck ausüben und die Zahnbürste in kreisförmigen Bewegungen über die Zähne führen, um das empfindliche Zahnfleisch nicht zu beschädigen. Es ist wichtig, die Verunreinigungen nicht in die Zahnfleischtaschen zu schieben und immer vom Zahnfleisch zum Zahn hin zu bürsten. Zum Abschluss können Sie Ihre Zahnbürste benutzen, um auch die Zunge zu reinigen. Dafür fahren Sie einfach einige Male von hinten nach vorne über Ihre Zunge. Auf dem Markt sind auch spezielle Zungenbürsten erhältlich, normalerweise reicht Ihre gewohnte Zahnbürste aber völlig aus.

Zusätzlich zur Reinigung mit der Zahnbürste empfiehlt Ihr Zahnarzt die Benutzung von Zahnseide oder Interdentalbürsten ein Mal am Tag, am besten abends vor dem Zähneputzen. Nur wenn die Beläge in den Zahnzwischenräumen entfernt wurden, kann das Fluorid in der Zahnpasta anschließend den Zahnschmelz remineralisieren.

Die Benutzung von zusätzlichen Produkten wie Mundduschen oder -spülungen kann je nach Bedarf stattfinden.

So gut Sie auch putzen – eine falsche oder schlechte Ernährung kann auf Dauer dennoch Zahnerkrankungen zur Folge haben. Süßigkeiten und andere kohlenhydrathaltige Lebensmittel begünstigen das Bakterienwachstum. Das bedeutet aber nicht, dass Sie vollständig auf Kuchen, Schokolade und andere Leckereien verzichten müssen. Wenn Sie sich grundsätzlich gesund, ausgewogen und abwechslungsreich ernähren, darf es auch ein süßer Nachtisch sein. Wichtig ist vor allem, wie oft am Tag Sie Zucker zu sich nehmen. Ein Kaffee mit Zucker und dazu ein Stück Kuchen ist besser als mehrere zuckerhaltige Bonbons oder süße Limonaden oder Säfte über den Tag verteilt.

Abgesehen von den wertvollen Vitaminen und Spurenelementen, die uns Obst und Gemüse liefern, fördert deren Verzehr die Zahngesundheit. Besonders rohe Äpfel, Karotten, Radieschen oder ähnliches fördern durch Speichelfluss und Kaubewegung die Selbstreinigung der Zähne.

Saure Obstsorten wie Zitrusfrüchte greifen den Zahnschmelz jedoch an. Deshalb sollten Sie nach dem Verzehr von Orangen oder ähnlichem mindestens eine halbe Stunde warten, bevor Sie dem Zahnschmelz mit der Zahnbürste weiter zusetzen. In der Zwischenzeit können Sie, wenn Sie möchten, auf zuckerfreie Kaugummis zurückgreifen.

Wenn Sie Fragen zu Prophylaxe, Mundhygiene oder Ernährung haben, sprechen Sie uns an!

Das Team unserer zahnärztlichen Zahnarztpraxis in Lüneburg ist gern für Sie da.